Rechtsanwalt

Gerichtsurteile und Rechtsanwälte aus Österreich in der Presse

Rechtsanwalt Rudolf Mayer vor Inzestfall Prozess in St. Pölten

Gestern erklärte der Rechtsanwalt Rudolf Mayer, der im Inzestfall von Amstetten den Angeklagten Josef F. verteidigt, wie man sich vor Gericht rechtfertigen möchte. So soll sich der Angeklagte nur im Fall des Inzests für schuldig bekennen.

Mord und Sklaverei wären demnach Anklagepunkte die er als nicht gegeben sieht. Auch vom Vorwurf der Vergewaltigung ist man nicht sehr überzeugt. “Das wäre so eine Sache”, sagte der Rechtsanwalt des 73-jährigen Angeklagten.

Im Falle des Inzests würde es aber keine Zweifel geben. Der Anwalt verweist auf das Gutachten, welches dem Angeklagten als eine psychisch schwer gestörte Persönlichkeit darstellt. Mit diesem Gutachten begründet man auch die Taten. “Sie wären daraus zu verstehen”, so Mayer.

Der Prozess beginnt am Montag in St. Pölten und soll 5 Tage lang dauern. Der Angeklagte soll 24 Jahre lange seine Tochter in einem Keller eingesperrt, und mit ihr 7 Kinder gezeugt haben. Eines von den Kindern ist bei der Geburt verstorben. Darum wurde auch der Tatbestand des Mordes in die Anklageschrift aufgenommen.

Weiteren Anklagepunkte sind Vergewaltigung, Inzest, Nötigung, Sklavenhandel und Freiheitsentziehung.


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