Rechtsanwalt gegen dubiose Partnervermittlungsagentur
Mit den dubiosen Machenschaften einer Partnervermittlungsagentur muss sich derzeit ein Rechtsanwalt aus Judenburg auseinandersetzen. Der steirische Rechtsanwalt wurde von einem Landwirt um Hilfe gebeten, der die Dienste der Partnervermittlung in Anspruch nehmen wollte.
Nun muss er 3.000 Euro nachzahlen, da er vor seiner Unterschrift den Vertrag nicht vollständig gelesen hatte. Die Versprechungen der Partnervermittlungsagentur entsprachen nicht der Realität. Der Vertrag band ihn auf zwei Jahre, eine vorzeitige Kündigung war nicht möglich. Ebenso gab es keine Frauen aus seiner näheren Umgebung. Für eine Dame hätte er sogar nicht Wien fahren müssen.
Eine bekannte Tageszeitung aus der Region wollte der Sache auf den Grund gehen, und hat eine Testperson losgeschickt um die Partnervermittlungsagentur einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Der Verdacht hat sich bestätigt. Es wurden Versprechungen gemacht die mit den Tatsachen im Vertrag nicht in Einklang zu bringen sind.
Der Vertrag durfte nicht mit nach Hause genommen werden, sondern musste hier vor Ort unterschrieben werden. Auf Nachfrage in der Partnervermittlungszentrale bekam man folgende Antwort: “Wenn er den Vertrag, ohne ihn vorher durchzulesen, ausfüllt, ist er selber schuld.”
Der Rechtsanwalt des Opfers sieht für den enttäuschten Landwirt aber nur wenig Chancen. Grund: er selbst ist an die Partnervermittlung herangetreten und hat somit das Geschäft angebahnt. Die mündlichen Versprechungen kann er nicht belegen, und meist gilt immer das was im Vertrag steht. Pech für den Landwirt. Keine Partnerin, weniger Geld am Bankkonto, und eine Menge Ärger. So dürfte mit grosser Wahrscheinlich sein ernüchterndes Fazit lauten.